Diktiersoftware für Anwälte — Ohne Cloud diktieren
Anwälte diktieren seit Jahrzehnten. Früher ins Diktiergerät, heute in Software. Was sich geändert hat: Die meisten modernen Diktierprogramme senden die gesprochene Sprache an Server im Ausland, verarbeiten sie dort und schicken den Text zurück. Für die meisten Berufe ist das unproblematisch. Für Anwälte nicht.
Das Mandantengeheimnis ist nicht verhandelbar
§ 43a Abs. 2 BRAO verpflichtet Rechtsanwälte zur Verschwiegenheit. § 203 StGB stellt die Verletzung unter Strafe. Diese Pflicht gilt umfassend — sie erstreckt sich auf alles, was einem Anwalt in Ausübung seines Berufs anvertraut oder bekannt wird. Und sie gilt gegenüber jedem Dritten, auch gegenüber Technologieanbietern.
Wer einen Schriftsatz diktiert und die Audiodatei dabei an einen Cloud-Dienst überträgt, gibt Mandanteninformationen an einen Dritten weiter. Technisch betrachtet hat der Cloud-Anbieter Zugang zu den Audiodaten — unabhängig davon, was seine Datenschutzerklärung verspricht. Das ist ein Problem.
Was passiert, wenn Audio auf fremden Servern landet
Bei Cloud-basierter Diktiersoftware durchlaufen die Audiodaten typischerweise folgende Stationen:
- Übertragung — die Aufnahme wird verschlüsselt an den Server des Anbieters gesendet
- Verarbeitung — ein Sprachmodell auf dem Server transkribiert die Aufnahme
- Speicherung — viele Anbieter speichern Aufnahmen temporär oder dauerhaft zur Qualitätsverbesserung
- Rückübertragung — der fertige Text wird an den Rechner zurückgeschickt
In jedem dieser Schritte besteht ein Risiko. Server können kompromittiert werden. Mitarbeiter des Anbieters können theoretisch Zugang zu den Daten haben. Behörden des Sitzlandes — bei US-Anbietern die US-Regierung — können unter Umständen Zugriff verlangen (Cloud Act). Und selbst wenn all das nicht eintritt: Die bloße Möglichkeit reicht, um die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht zu gefährden.
Wie SpeakUp das Risiko eliminiert
SpeakUp verarbeitet Sprache vollständig auf dem Mac. Die Audiodaten verlassen den Rechner zu keinem Zeitpunkt. Es gibt keinen Server, keine API-Verbindung, keine Cloud-Infrastruktur. Das Whisper-Sprachmodell läuft direkt auf der GPU des Macs, die Audiodaten werden nach der Transkription sofort verworfen.
Das bedeutet konkret:
- Kein Dritter hat Zugang — weder SpeakUp als Unternehmen noch ein Cloud-Anbieter
- Keine Datenübertragung — nichts verlässt den Rechner
- Keine Speicherung — die Audiodaten existieren nur während der Verarbeitung
- Kein Internet nötig — die Software funktioniert auch offline
Für die berufsrechtliche Bewertung heißt das: Es gibt keine Weitergabe an Dritte, also keine Verletzung der Verschwiegenheitspflicht durch die Diktiersoftware. Details zur Datenschutz-Architektur von SpeakUp
Einsatzbereiche in der Kanzlei
Diktiersoftware spart in einer Kanzlei dort am meisten Zeit, wo viel geschrieben wird:
Schriftsätze und Klageschriften — den Sachverhalt und die rechtliche Würdigung diktieren, statt Absatz für Absatz zu tippen. Bei einem 15-seitigen Schriftsatz kann das den Zeitaufwand halbieren.
Mandanten-E-Mails — Statusupdates, Einschätzungen, Nachfragen. Kurze Nachrichten, die getippt drei Minuten dauern, sind diktiert in 30 Sekunden erledigt.
Aktennotizen — nach einem Telefonat oder einer Besprechung die wesentlichen Punkte sofort festhalten, solange sie frisch sind. Cursor in die Akte, Hotkey drücken, sprechen, fertig.
Zeiterfassung — Leistungsbeschreibungen für die Abrechnung diktieren, statt sie mühsam einzutippen. Besonders bei Stundensatz-Mandaten summiert sich die Zeitersparnis.
Vertragsentwürfe und Gutachten — Standardklauseln und individuelle Anpassungen diktieren, dann überarbeiten. Schneller als jede Vorlage.
Kostenvergleich
Professionelle Kanzlei-Diktiersoftware wie Dragon Legal kostet mehrere hundert Euro pro Jahr und Lizenz. Für eine Kanzlei mit drei Anwälten sind das schnell 1.500 € jährlich — plus Einrichtung und Wartung. Und Dragon Legal ist Cloud-basiert.
SpeakUp kostet €29 einmalig pro Lizenz. Keine Folgekosten, kein Abo, keine Wartungsverträge. Die Software läuft auf jedem Mac mit Apple Silicon und benötigt weder ein Konto noch eine Internetverbindung. Für eine Kanzlei mit drei Macs sind das 87 € einmalig statt 1.500 € pro Jahr.
Vertraulichkeit ist eine technische Entscheidung
Die sicherste Art, Mandanteninformationen zu schützen, ist, sie gar nicht erst weiterzugeben. Keine Verschlüsselung, kein Vertrag und keine Datenschutzerklärung bieten so viel Sicherheit wie die Tatsache, dass die Daten den eigenen Rechner nie verlassen. SpeakUp macht genau das möglich.